Wohn-Riester 2013

Die Eigenheimrente wird flexibler

Mit dem Inkrafttreten des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes am 01.07. dieses Jahres ergeben sich einige Änderungen für den Wohn-Riester bzw. das Eigenheimrentengesetz.

Ziel der Wohn-Riester-Förderung ist es, durch die Einbeziehung von selbst genutzten eigenen Wohnungen in die steuerlich geförderte Altersvorsorge Anreize für eine zusätzliche private Altersvorsorge zu schaffen. Nun können auch alters- und behindertengerechte Umbaumaßnahmen an Immobilien mit diesem Geld finanziert werden.

Voraussetzung sind natürlich zunächst ein Riester-Rentenvertrag und eine (geplante) Eigentumswohnung oder ein eigentumsähnliches oder ein lebenslanges Dauerwohnrecht.

Die Änderungen im Einzelnen

[dropcap] 1.[/dropcap] Flexible Kapitalentnahme:

Zukünftig kann bis zum Beginn der Auszahlungsphase jederzeit Kapital aus dem angesparten Betrag entnommen werden, wenn es für die Tilgung eines Kredits einer selbstgenutzten Eigentumswohnung, für den Bau oder den Kauf einer solchen genutzt wird. Bisher musste die Entnahme von angespartem Kapital in direktem zeitlichen Zusammenhang mit dem Erwerb der Immobilie stehen. Eine Entschuldung des Eigenheims war nur zu Beginn der Auszahlungsphase möglich.

[dropcap]2.[/dropcap] Geringere Besteuerung:

Die Verzinsung des Wohnförderkontos wird von 2% auf 1% gesenkt. Damit wird erreicht, dass die angesparte Summe auf diesem Konto geringer bleibt und im Nachhinein damit die Besteuerung niedriger ausfällt.

[dropcap]3.[/dropcap] Jederzeit wählbare Einmalbesteuerung:

Bisher musste der Sparer sich entscheiden: entweder eine Besteuerung der bis zur Auszahlungsphase angesparten Sparsumme in gleichen Raten bis zum 85. Lebensjahr oder eine rabattierte Einmalbesteuerung von 70% des geförderten Kapitals. Ab sofort besteht nun für den Sparer die Möglichkeit für eine Einmalbesteuerung während der gesamten Auszahlungsphase.

[dropcap]4.[/dropcap] Neuregelung des Entnahmebetrags:

Der Sparer darf durch die Neuregelung der Wohn-Riester-Rente künftig jederzeit Teilbeträge entnehmen, wenn sie mehr als 3.000 Euro betragen. Jedoch müssen mindestens 3.000 Euro im Vertrag stehen bleiben. Vorher durfte der Zulageberechtigte für den Eigentumserwerb bis zu 75% oder die komplette Summe aus dem Riester-Vertrag entnehmen.

[dropcap]5.[/dropcap] Barrierefreier Umbau:

Verbraucher dürfen in Zukunft die Wohn-Riester-Förderung für den behinderten- oder altersgerechten Umbau in Anspruch nehmen. Die Kosten dafür müssen allerdings innerhalb von drei Jahren nach dem Kauf oder dem Bau des Eigenheims entstehen und mindestens 6.000 Euro betragen. Sollte der Umbau erst danach stattfinden, muss er mindestens 30.000 Euro kosten und damit förderunschädlich werden. Darüber hinaus muss ein Gutachter bestätigen, dass nach DIN 18040-2 50% des Geldes für barrierefreies Bauen genutzt werden bzw. die übrigen 50% für den Abbau von Barrieren.

[dropcap]6.[/dropcap] Flexiblere Wechselfristen:

Künftig haben Riester-Sparer die Möglichkeit mehr Zeit, den geförderten Betrag (in gleicher Höhe) in eine andere Immobilie zu investieren, wenn ihr bestehendes Wohneigentum verkauft oder vermietet ist. Insgesamt beläuft sich die Frist nun auf 2 Jahre vor dem Ablauf des Veranlagungszeitraumes und 5 Jahre danach.

Fazit:

Mit der Wohn-Riester-Förderung sparen Sie – clever angefangen – Zeit und Geld, wenn Sie Ihr Eigenheim finanzieren möchten um für Ihren Ruhestand beispielsweise vorzusorgen. Es ist also eine lukrative Möglichkeit, staatliche Fördergelder zu erhalten, wenn Sie auch nicht ganz unkompliziert ist. Eine individuelle Beratung hierfür erhalten Sie z. B. unter bei unserem Partner der Guhlmann & CIE Finanzmakler Financial Solutions GmbH. Angebote für Ihr persönliches Eigentum finden Sie natürlich direkt auf unserer Homepage.

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