Wie ist es denn nun richtig?

Das Thema der kalten Jahreszeit: richtiges Lüften

Wenn es draußen nass und kalt wird, halten wir uns lieber im warmen und gemütlichen Wohnzimmer auf, kochen Tee oder ein gutes Essen und lassen in den besonders kalten Nächten auch die Fenster im Schlafzimmer lieber zu. Zu guter letzt vergessen wir nach dem heißen Bad, das Fenster zu öffnen, damit der entstandene Wasserdampf abziehen kann. Allerdings haben wir unter Umständen nur wenige Wochen später die Quittung: Schimmel im Raum. Meistens zeigt der sich dann zuerst an den Silikonfugen im Fenster oder in den Raumecken, wo wir ihn nicht immer gleich erkennen können. So wird er schnell zur Gefahr für unsere Gesundheit.

Stoßlüften statt Dauerlüften

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat auf seiner Website wichtige Empfehlungen zusammengestellt, die uns den Ärger mit dem Schimmelpilz ersparen können. Der wichtigste Punkt darunter ist das regelmäßige Stoßlüften! Bei Wikipedia wird „Stoßlüften so definiert“: “ …das kurzzeitige und vollständige Öffnen eines oder mehrerer Fenster oder Außentüren eines Raumes“. Dadurch wird ein gesünderes und angenehmeres Raumklima erschaffen. Gleichzeitig geht weniger Wärme verloren als durch Dauerlüften, was uns im Umkehrschluss hilft, beim Heizen Energie zu sparen. Noch effizienter für den Austausch von Frischluft ist das Querlüften, besser als „Durchzug“ bekannt.

Zum Lüften kommt das Heizen    

Wenn die Lüftung stimmt, aber die Heizung nicht warm wird, können wir uns trotz allem nicht wohlfühlen. Es ist also wichtig, vor der Heizperiode die Heizanlage zu überprüfen und – falls notwendig – richtig zu entlüften. Während der jährlichen Wartung kann beides mit erledigt werden. Darüber hinaus sollte die Heizanlage feinjustiert werden, damit sie genau die Menge an Wasser in jeden Heizkörper schickt, die für den Vorlauf und die gewünschte Raumtemperatur gebraucht wird. Diese sollte nicht zu hoch gewählt werden. Zu viel Wärme lässt uns einerseits schnell ermüden, treibt andererseits die Energie- und Heizkosten in die Höhe.

Je nach Heizungsanlage haben wir auch auf die Kosten entsprechenden Einfluss. Wer also neu baut oder eine neue Heizung in sein Haus einbauen möchte, hat inzwischen viele Optionen. Von der Pelletheizung, über die Wärmepumpe, Photovoltaikanlage bis hin zum Blockheizkraftwerk reichen die Angebote. Die richtige Wahl obliegt nun den Gewohnheiten und den finanziellen und räumlichen Möglichkeiten der Verbraucher, wobei dieser jedoch gesetzmäßige Vorgaben beachten muss. Vor allem die Energieeinsparverordnung (EnEV) lässt uns aus ökologischen Gründen in diesem Punkt nicht völlig frei entscheiden. So werden z. B. Besitzer einer Gas- oder Ölheizanlage bereits gezwungen umzudenken (siehe Beitrag vom 29.11.2013).

Richtiges Lüften und Heizen – dieses Thema wird uns auch in den kommenden Jahren immer wieder beschäftigen. Denn obwohl wir theoretisch wissen, was wir wie zu tun haben, beweist die Praxis immer wieder, dass wir es doch nicht wissen.

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