Hochwasser 2013

Hilfen für Hochwassergeschädigte

Junihochwasser verursacht hohe Schäden

Die Schäden des diesjährigen Hochwassers sind nach neuesten Bilanzen in Chemnitz weitaus höher als zunächst angenommen. Etwa 18 Millionen Euro wird die Katastrophe verschlingen. Etwas mehr als 2002 und 2010. Dabei werden Privathaushalte, Unternehmen, Straßen, Schienen, Brücken, Wege sowie Hochwasserschutzanlagen und Uferstützmauern den größten Anteil der Gelder benötigen.

Finanzielle Soforthilfen für Opfer                                                                                                  

Für die Flutopfer in Chemnitz gibt es auf Antrag finanzielle Unterstützung bei der Beseitigung der Schäden an ihrem Wohneigentum. Einmalig werden jedem betroffenen Erwachsenen 400 Euro und jedem betroffenen minderjährigen Kind 250 Euro gezahlt. Die Zahlung ist allerdings pro Haushalt auf 2000 Euro begrenzt. Ein Tropfen auf den heißen Stein.

Die Soforthilfe kann ab sofort bei der Stadt Chemnitz beantragt werden. Allerdings nur bis zum 25.06.2013. Später eingehende Anträge werden gemäß den Bedingungen des Freistaates nicht berücksichtigt. Die Gelder stehen ausschließlich Personen zu, deren Erstwohnsitz in einer vom Hochwasser betroffenen Gemeinde liegt und deren selbst genutzter Wohnraum geschädigt ist. Außerdem erhalten nur diejenigen Haushalte eine Entschädigung, deren Erdgeschoss ganz oder teilweise überflutet war bzw. gar deren höher liegende Etagen des Wohngebäudes.

Antragsformulare finden Betroffene im Internet unter www.chemnitz.de, in den Bürgerservicestellen und im Kundenportal der Abteilung Soziale Leistungen im Moritzhof, Bahnhofstraße 53.

Soforthilfen der SAB

Auch die Sächsische Aufbaubank bietet Eigentümern von Wohngebäuden, die zu Opfern der Flut geworden sind, eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 1000 Euro an. Die Voraussetzungen hierfür sind adäquat zu den Hilfen der Stadt Chemnitz. Allerdings wird diese Zahlung auf weitere gebäudebezogene Zuwendungen angerechnet. Genaue Hinweise und das entsprechende Antragsformular finden Sie auf der Homepage der SAB.

Welche Rechte haben Mieter von betroffenen Gebäuden

Wenn Mieter nach einer Hochwasserkatastrophe nicht in ihre eigene Wohnung können oder den Keller nicht nutzen können, so ist dies nicht ausschließlich höhere Gewalt. Sie haben dann die Möglichkeit, für den Zeitraum bis diese Räume wieder nutzbar sind, die Miete zu mindern. Im Extremfall bis zu 100%.

Durch das Hochwasser entstandene Mängel kann der Mieter einer Wohnung oder eines Hauses gegenüber dem Vermieter auf Schadenersatz bestehen. Allerdings müssen die Gerichte von Fall zu Fall unterscheiden, ob das Hochwasser in dieser Region zu einem außergewöhnlichen Ereignis zählt oder ob es sich um ein „normales“ Hochwasser handelt, das eben genau „hier“ vorkommen kann.

In extremen Fällen, wenn Schlamm oder gar gesundheitsgefährdende Stoffe das Wohnen in den angemieteten Räumen unmöglich machen und gleichzeitig nicht beseitigt werden (können), hat der Mieter das Recht, seinen Mietvertrag zu kündigen. Die Reinigungs- und Aufräumarbeiten darf der Vermieter wiederum nicht auf den Mieter umlegen, müssen jedoch auch vom Vermieter allein getätigt werden. Das heißt, der Mieter ist nicht verpflichtet, die Schäden im Gebäude mit zu beräumen.

NAGEL & CIE GmbH

Auch wir helfen nach wie vor den Opfern der Flutkatastrophe und beräumen Keller und Wohnhäuser. Dafür haben wir zwei 30ccm Container aufgestellt. Wir wechseln Fenster und Türen, wo keine Reparaturen mehr möglich sind. Wir reparieren gemeinsam mit anderen Gewerken Stromzähler, Heizkessel und arbeiten mit der Hausverwaltung bzw. mit den Eigentümern der Wohnungen zusammen, dass in dem von uns betreuten Wohnkarrée bald nichts mehr vom Hochwasser 2013 zu sehen ist.

Wir sind mittendrin, statt nur dabei!

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