Die Mietpreisbremse kommt!

Die Große Koalition hat sich festgelegt

Im März haben wir bereits in einem Blog – Artikel berichtet, dass die Große Koalition Gespräche über das große Thema Mietpreisbremse führt. Nun ist es amtlich, der Gesetzentwurf steht. Im ersten Halbjahr 2015 geht es los, ab dann haben die einzelnen Bundesländer insgesamt 5 Jahre Zeit, Städte zu benennen, in denen es ihrer Meinung nach sinnvoll ist, die Mietpreise zu bändigen. Das bedeutet, wird in beliebten Städten wie München, Hamburg oder Stuttgart eine Wohnung neu vermietet, darf deren Miete maximal um 10% gegenüber der ortsüblichen Vergleichsmiete ansteigen.

Allerdings gilt die Deckelung der Mietpreise für max. 5 Jahre ab dem Zeitpunkt, zu dem das Bundesland die entsprechenden Gebiete bekannt gibt. Was danach wird ist zurzeit noch nicht geklärt. Generell soll diese gesetzliche Regelung erst einmal nur für 10 Jahre und damit bis 2025 gelten.

Ausnahmen bestätigen die Regel 

Neubauten sowie „umfassend modernisierte“ Wohnungen und Häuser sind von der Mietpreisbremse ausgenommen. Als Neubau gilt ein Haus oder eine Wohnung dann, wenn die Erstvermietung nach dem 01.10.2014 liegt. Welche Objekte als „umfassend modernisiert“ gelten, ist eine reine Kostenfrage. Die Ausgaben müssen über einem Drittel der Ausgaben für einen Neubau liegen. In beiden Fällen gilt die Deckelung der Mietpreise nicht.

Die Maklerprovision wird nun auch in den Großstädten zumeist von den Auftraggebern fällig und nicht mehr, wie hier häufig noch üblich, von Mietinteressenten bzw. Mietern.

Was heißt das für Chemnitz?

Für Wohnungen in Chemnitz wird sich aufgrund der Mietpreisbremse nichts ändern, spiegeln sich unsere Mietpreise doch im niedrigsten Preisniveau von Deutschland wider. Gleiches gilt sehr wahrscheinlich für Leipzig und Dresden. Auch wenn die Mietpreise hier deutlich über denen in Chemnitz liegen, erreichen sie nicht das Niveau von Berlin & Co. Die Provision zahlt der Wohnungssuchende in Chemnitz auch nur in Ausnahmefällen. Somit können wir uns also zurücklehnen und beobachten, wie sich das Thema des Tages in den angrenzenden Bundesländern entwickeln wird.

 

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