BGH-Urteil zum Pfusch am Bau

Aus billig wird teuer

…, dass Schwarzarbeiter nicht für Baumängel haften müssen. Im Zweifelsfall kommt dies den Bauherren teuer zu stehen. So entschied vergangene Woche der Bundesgerichtshof.

Das Urteil kam zustande, weil die Besitzerin eines Grundstückes auf Schadensersatz geklagt hatte. Sie hatte sich ihre 170qm große Einfahrt für 1.800 € pflastern lassen, so dass ein LKW hätte darauf parken können. Der Schwarzarbeiter verpfuschte die Arbeit, ließ die Baumängel durch ordentlich beauftragte Handwerker beseitigen und die Einfahrt neu pflastern und verlangte nun die daraus entstandenen Kosten in Höhe von 8.000€ von dem Schwarzarbeiter.

Diese Forderung wies der BGH zurück und verwies darauf, dass Verträge zur Schwarzarbeit per Gesetz seit 2004 verboten sind. Somit kann es auch keine Forderungen zu Nachbesserungen oder Schadensersatzleistungen geben.

Wer nun allerdings glaubt, mit seinen Baumängeln völlig allein gelassen zu werden, hat trotz allem eine Chance, sich zumindest einen Teil des eingebüßten Geldes zurückzuholen. Dafür müssen Auftraggeber jedoch den unter Umständen langen Weg durch die einzelnen Instanzen antreten. Dann können sie dank der Regelungen zum Bereicherungsausgleich evtl. einen Teilerfolg verbuchen.

Zurück