Altes aus dem Mietrecht neu aufgerollt

Eigentlich sollte diese Erkenntnis für Mieter (und selbstverständlich auch für Vermieter) nicht neu sein. So denkt man. Allerdings musste das Amtsgericht Wiesbaden in einem Urteil bestätigen, dass der Mieter einer Wohnung nicht ohne Zustimmung seines Vermieters bauliche Veränderungen an derselben vornehmen darf.

Der Fall im Detail

Die Beklagten bezogen ein Mietshaus und vereinbarten mit ihrer Vermieterin einige Umbauten, für die letztere einen Teil der Kosten übernahm. Allerdings übertrieben das Mieterpaar, entledigten sich einer Wand und legten Bad und Gäste-WC kurzerhand zusammen. Mittels 6m Kabel wurde der Küchenherd versetzt. Die Küche wurde zur offenen Küche und bekam eine Zwischendecke, der Schlafzimmerschrank wurde vor die Heizung positioniert und auch im Außenbereich wurden das Außenlicht und Steckdosen entfernt.

Das Urteil

Das Gericht entschied: hier handelt es sich um eine schwere Vertragsverletzung, denn die Beklagten hatten lediglich den Umbau eines (!) Raumes mit der Klägerin abgesprochen. Daraufhin ist die von der Vermieterin erteilte Kündigung rechtmäßig.

Das Fazit:

Es bleibt, wie es war. Umbauten innerhalb einer Mietsache sind Angelegenheiten des Vermieters. Mieter dieser Mietsache dürfen in eigener Regie keinerlei bauliche Veränderungen an derselben vornehmen, da sich hiermit auch der Wert der Immobilie hochgradig verändern kann.

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